Über uns · Philosophie
Lebenseinstellung Hund
Mit dem Vierbeiner leben – das ist keine Methode, die man kauft, sondern eine Haltung, die man entwickelt. Hier erfährst du, wie ich über Erziehung, Führung und Beziehung denke. Und warum du bei mir kein eigens entwickeltes System bekommst.
Kein System. Keine Wundermethode.
„Du wolltest schon immer wissen, wie Du Deinen Hund erziehen kannst? Es muss nicht immer kompliziert sein. Mit einem eigens entwickelten System kann es jeder lernen.“ – So oder so ähnlich hast du es vielleicht schon einmal gelesen. Als Erstes möchte ich erklären: So etwas gibt es bei mir nicht.
Warum? Bin ich vielleicht nicht in der Lage, so etwas zu erfinden? Ich gebe zu, ich finde es recht witzig, dass jeder davon spricht, es sei eines der wichtigsten Dinge, seinen Hund individuell zu erziehen. Was ja auch ganz klar stimmt – jedes Lebewesen ist ein Individuum und möchte und soll auch so behandelt werden. Nur: Wenn ich von individuell spreche, wie kann ich dann im gleichen Atemzug von einer speziellen Methode oder einem System sprechen?
Versteh mich bitte nicht falsch. Das Halti, die 10-Meter-Schleppleine, das neueste Spielzeug auf dem Markt, das richtige Gähnen, der Alpha-Wurf oder auch der Klicker können sinnvolle und hilfreiche Hilfsmittel sein. Doch nur weil eines davon gerade „modern“ ist, heißt das nicht, dass es zu deinem Problem oder zu deinem Hund passt – auch wenn beim Nachbarhund mit dem „gleichen“ Problem damit eine Lösung erzielt wurde.
Und die „neuen“ Verhaltensmethoden?
Es ist schon komisch: Immer wieder hört man, es gebe „neue“ Verhaltensmethoden – wo doch Wölfe seit jeher über Körpersprache, Beschwichtigungssignale und Abbruchsignale kommunizieren. Natürlich findet der Mensch durch Forschung immer mehr heraus. Nur sind das keine neuen Verhalten. Wir haben sie bei unseren Hunden vorher nur nicht verstanden. Und schon gar nicht hat sie irgendwer entwickelt.
Wie ist die Lebenseinstellung Hund?
Ein Hund kann nicht nur auf drei Pfoten stehen
Damit ein Hund sicher steht, braucht er alle vier Pfoten. Genauso ist es mit dem Leben, das ihr euch teilt: Fehlt eine Seite, kippt das Ganze. Deshalb schauen wir immer auf alle vier.
- Teamwork Ihr seid zu zweit unterwegs – nicht einer, der ansagt, und einer, der ausführt.
- Spielen Freude gehört dazu. Ein Hund, der mit dir spielt, arbeitet auch mit dir.
- Führung Du gibst den Weg vor und übernimmst die Verantwortung. Dein Hund darf sich darauf verlassen.
- Auslastung Kopf und Körper wollen beschäftigt werden – passend zu deinem Hund, nicht zum Trend.
Rudelchef – wie wäre es, wenn wir den Job übernehmen?
Nicht nur Erziehung, sondern auch Beziehung
Ich könnte mit meinen Hunden unangeleint mitten durch die Fußgängerzone von Bietigheim laufen. Menschen, andere Hunde, Gerüche, alles was uns entgegenkommt – es würde sie nicht kümmern.
Ich war schon bei Vorführungen mit meinen Hunden. Es war heiß, die zwei Tage davor waren für alle sehr anstrengend. Sprich: Meine Hunde hätten sich lieber ein schattiges Plätzchen gesucht, als mitzumachen. Und dennoch spielten sie mit, als wäre es das Wichtigste auf dieser Welt.
Warum? Weil sie so gut erzogen sind? Nein. Das hat etwas mit der Beziehung zu unserem Hund zu tun. Respekt ist dabei ein wichtiger Bestandteil, ebenso wie Vertrauen. Ich bin das Oberhaupt unserer Familie. Sie tun es für mich. Ich führe sie.
„Ich bin der Chef, Du bist nichts?“
Ich möchte doch einen Kumpel im Hund haben!
Damit beginnt schon das Problem. Der Hund sucht einen Rudelchef, der auch mal Kumpel sein kann.
Führung ist kein Privileg, sondern eine Pflicht.
Also nicht: „Juhu, ich bin Chef“ – weil es in einem Buch steht – „und du musst Sitz, Platz und Fuß ausführen, weil ich es sage.“ Sondern:
- Führung heißt, die Verantwortung für meinen Hund zu übernehmen.
- Der Hund profitiert von der Führung, nicht wir.
- Führung übernehmen heißt, für Sicherheit und Ordnung zu sorgen.
- Führung ist eine Frage der inneren Haltung, nicht des äußeren Scheins.
Nicht wer am lautesten schreit, hat immer etwas zu melden.
Eltern für das dritte Kind
Wir sollten in unserer Familie für das sogenannte dritte Kind einfach Eltern sein: Eltern, die den Weg vorgeben, Regeln aufstellen, verstehen wollen – und bei der Persönlichkeitsentwicklung großzügiger werden.
Hundeerziehung hat etwas mit Geduld und Liebe zu tun. Aber eben auch viel mit Konsequenz, Autorität und Verhaltensbiologie.
Nur Mut – auch du wirst mit deinem Hund zu einem tollen Team zusammenwachsen. Wir helfen dir in der Hundeschule PfotenCamp gerne dabei, die richtige Lebenseinstellung Hund zu finden.
Passt das zu dir und deinem Hund?
Dann lass uns reden. Fragen beantworte ich am liebsten persönlich.